Wenn der Anker fehlt

Es ist ein tiefes menschliches Bedürfnis, die eigene Herkunft zu kennen – wem das verwehrt bleibt, der kann sehr darunter leiden.

SZ: Normalerweise weiß ein Mensch, wer Mutter und Vater sind. Was macht es so schwer, ohne dieses Wissen zu leben?
Dr. K.H. Brisch: „Der Wunsch, die Herkunft zu kennen, ist ein tiefes Bedürfnis von uns Menschen. Spätestens in der Pubertät beschäftigt sich jeder mit dem Thema Identität. In diesem Alter entwickelt sich die eigene Fortpflanzungsfähigkeit und typischerweise tragen viele Jugendliche mit ihren Eltern Konflikte aus, auch das hat oft mit der Suche nach Wurzeln zu tun.

SZ-Artikel, Interview von Nina Bovensiepen mit Dr. K.H. Brisch: download