Modul 1: 
Grundlagen von Bindungstheorie und Bindungsstörungen

Für die Teilnahme an den Modulen 23 oder 4 sind Kenntnisse zu den Grundlagen von Bindungstheorie und -störungen Voraussetzung. Diese müssen durch eine Fortbildungsbescheinigung vorher nachgewiesen werden, z.B. durch die Teilnahme an Modul 1 oder ähnlichen, von Dr.  Brisch geleiteten Fortbildungsveranstaltungen zu Bindung und Bindungsstörungen, damit alle Teilnehmer in Beratung und Therapiemodul 2-4 auf dem gleichen theoretischen Kenntnisstand sind.

 

Modul 2:
Anwendungen einer bindungsbasierten Beratung und Therapie in der peri- und
postnatalen Zeit, im Säuglings- und Kleinkindalter.

Viele therapeutisch relevante Störungsbilder haben ihren Ursprung in der frühen Kindheit. Auf der Grundlage der Bindungstheorie werden mit ausführlichen Therapiebeispielen – die Möglichkeiten rechtzeitiger Hilfe und Interventionen schon im Säuglings- und Kleinkindalter aufgezeigt. Im Modul 2 werden  Möglichkeiten aufgezeigt, wie man Eltern  beratend und psychotherapeutisch zur Seite stehen kann. Wir betrachten die Veränderungen der werdenden Eltern schon ab dem Zeitpunkt der Konzeption, während der gesamten Schwangerschaft sowie in der Zeit während und nach der Geburt.

Es geht um:
• die Qualität der Beziehung zu Mutter und Vater
• Essstörungen
• Schlafstörungen
•  Wachstumsverzögerungen
• Schreistörungen, exzessives Schreien
• Bindungsstörungen
• Vernachlässigung
• Gewalterfahrung
• Wachstumsverzögerung
• Adoption und Pflegekinder
• gesteigerte Wutanfälle
• oppositionelles Verhalten, aggressives Verhalten
• Angst- und Panikstörungen
• Trennungsprobleme
• Verlust naher Angehöriger.- Adoption und Pflegekinder
• Aggression und Wutanfälle
• Väter oder Mütter mit psychischer Beeinträchtigung
• Trennungsprobleme, Scheidung und Tod
• Übersteigertes Bindungsverhalten.

 

Modul 3:
Anwendungen einer bindungsbasierten Beratung und Therapie für Schulkinder
und Jugendliche.

Das zentrale Thema der Pubertät lautet, wie Jugendliche und ihre Bindungspersonen eine Balance zwischen Bindungssuche, Loslösung und Autonomie finden.
Es geht um

• Hyperaktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörungen (ADHS)
• Schlafstörungen
• Panikanfälle und Trennungsängste
• Leistungsversagen und -verweigerung
• Besondere Probleme von Adoptiv- und Pflegekindern
• Aggressionen und Störungen des Sozialverhaltens
• Probleme der Kinder bei Vätern oder Müttern mit psychischer Beeinträchtigung
• Erfahrungen von körperlicher, sexueller und emotionaler Gewalt
• Abhängigkeit und suchtartigen Konsum von Medien
• Verlust einer Bindungsperson
• Lern- und Leistungsprobleme
• Schwierigkeiten bei der Entwicklung der sexuellen Orientierung
• Konflikte zwischen individueller Entwicklung und Zugehörigkeit zu Peer-Gruppen
• Süchte (Alkohol, Drogen, Medien)
• Aggressionsstörungen
• Delinquenz
• Störungen der Stressregulation, Selbstverletzungen, wie Ritzen
• Körper-Schema-Störungen
• Essstörungen, wie Magersucht, Bulimie und Adipositas

 

Modul 4:
Anwendungen einer bindungsbasierten Beratung und Therapie für Erwachsene
mit verschiedenen Störungsbildern.

Selbsterfahrungsanleitung sowie Videodemonstrationen sind Bestandteil des Curriculums. Anhand von Videobeispielen wird eine Einführung in die Grundlagen der Bindungstheorie gegeben sowie die diagnostischen Methoden und Schritte einer bindungsorientierten Beratung und Therapie dargestellt.